Dienstag, 04.10.2005 16:29

Herren sensationell Sieger gegen Weißenhorn

"October Madness" zeigt Wirkung: 800 Zuschauer beim Regionalligaspiel

 

„October Madness“ beflügelt BSG-Herren. Überraschendes 85:79 gegen Aufstiegskandidat Weißenhorn.

Die Regionalliga-Basketballer der BSG Ludwigsburg haben mit ihrer Aktion „October Madness“, wo die drei Heimspiele im Oktober bei freiem Eintriott zu sehen sind, gleich zwei Erfolge auf einmal feiern können. Zum einen waren fast 800 Zuschauer in der Rundsporthalle, zum andern haben sie, von den Zuschauermassen beflügelt, den haushohen Favoriten FV Weißenhorn mit 85:79 in die Knie gezwungen. Vorallem in der ersten Halbzeit leisteten die „Jungen Wilden“, getragen von ihren Fans, fast „Unmenschliches“: Eine extrem teamorientierte Angriffsleistung und eine engagierte Defense brachten fast 150% dessen, was sie eigentlich draufhaben, so Trainer Tokmadzic. Folge davon war, dass nicht nur nach 10 Minuten (28:13), sondern auch zur Halbzeit schon ein gewaltiger Vorsprung herausgespielt wurde (51:33).
Die Pausenansprache fiel dann entsprechend positiv aus, man wolle im dritten Viertel an die Leistung aus Halbzeit eins anknüpfen.
Doch Weißenhorn, als klarer Aufstiegskandidat gehandelt, sollte dieses Vorhaben durchkreuzen. Sie erhöhten den Druck in allen Bereichen und gleichzeitig stand die junge Ludwigsburger Defensive immer schlechter. Nach 30 Minuten kamen die Gäste auf 59:70 heran und hatten dabei Lunte gerochen. Sie merken, dass da noch was gehen würde. Sie verkürzten im Schlussabschnitt weiter, sodass das Ergebnis  auf 6 bis7 Punkte schmolz, auch deshalb, weil die Gastgeber mit nur wenig Wechselspielern agierten und denen auf der Zielgeraden die Kraft auszugehen schien. Doch mit den letzten Reserven und der lautstarken Unterstützung der Zuschauer retteten die „Jungen Wilden“ einen knappen, aber verdienten 85:79-Sieg über die Zeit.
Mit nicht unbedingt erwarteten 4:0 Zählern, die ihnen auch keiner mehr nehmen kann, stehen die Ludwigsburger da, wo sie keiner vermutet hätte, nämlich in der oberen Hälfte der Tabelle. Die nächsten schweren Aufgaben warten aber schon. Am kommenden Wochenende muss die Mannschaft um Trainer Tokmadzic nach Rastatt-Rheinau. Da hängen die Trauben wieder sehr hoch, mit dem Unterschied, dass dort keine 800 Zuschauer auf ihrer Seite stehen und sie zu derart starken Leistungen tragen werden.
Gegen Wißenhorn waren folgende Spieler dabei: Marc Hottmann (13), Tobias Schlipf (19), Kay Nenz (2), Georgios Michas (5/1 Dreier), Radovan Cavlin (26/3) Sascha Kesselring (11), Damir Zrno (7), Philipp Heyden (2), Max Gerber, Max Merz, und Viktor Buchmiller.