Sonntag, 15.10.2006 21:58

Sensation perfekt – 109:82 Sieg gegen Weißenhorn

Die Regionalliga-Mannschaft der BSG Ludwigsburg machte am Sonntag seinem Namen als Favoritenschreck alle Ehre. Mit einem auch in der Höhe verdienten 109:82 Sieg gegen das ambitionierte Team aus Weißenhorn sorgte die Truppe von Stadtverbandstrainer Cäsar Kiersz für die Überraschung der noch jungen Saison.

Zu Beginn der Partie sahen die Zuschauer in der neuen Innenstadtsporthalle ein ausgeglichenes Spiel. Nach drei Minuten stand es 6:4 für die Gäste, dies sollte allerdings deren letzte Führung bleiben. Denn mit einem 11-2 Run übernahm die BSG jetzt die Kontrolle über das Spiel. Vor Allem die zwei “Großen“ Thomas Lieschke und Sascha Kesselring zeigten eine gute Leistung und waren zusammen für 14 Punkte im 1. Viertel verantwortlich. Auch in der Defense machten sie einen tollen Job und ließen Mirko Buljubasic nicht zur Entfaltung kommen. Die amerikanischen Guards der Weißenhorner wurden ebenfalls kontrolliert und so stand es nach den ersten zehn Minuten 25:14 für die BSG.

Im 2. Viertel kamen die Gäste dank einer Leistungssteigerung von Travis Snell und Adrick Hills besser ins Spiel. Aber auch die Unparteiischen hatten ihren Anteil daran, denn Kesslering bekam schon nach zwei Minuten das 3. Foul gepfiffen und Weißenhorn wurde alleine in diesem Viertel 19 Freiwürfe zugesprochen. Doch auch davon ließ sich die junge BSG-Truppe nicht beirren und so konnte man die Führung bis zu Halbzeit behaupten. Beim Stand von 50:40 ging es in die Kabine, bis zu diesem Zeitpunkt hatten sowohl Lieschke als auch Maximilian von Stackelberg schon 12 Punkte auf ihrem Konto.

Zu Beginn der 2. Halbzeit wurde Weißenhorn dann regelrecht überrannt, ein 10-1 Run ließ die BSG auf 18 Punkte davonziehen. Achmadschah Zazai, der durch eine Erkältung geschwächt in die Partie ging, war in dieser Phase wirklich überall zu finden und trieb seine Mannschaft immer wieder mit Schnellangriffen nach vorne. Als dann Kesselring und Lieschke ihr 4. Foul kassierten, wurden die bis dahin auffällig lässig, fast arrogant agierenden Weißenhorner besser. Vor allem Buljubasic profitierte von der Ludwigsburger Foulbelastung und zusammen mit Snell führte er sein Team Punkt für Punkt heran. Beim Stand von 76:69 musste man schon befürchten, dass die BSG dieses Spiel noch aus der Hand geben würde. Doch nicht an diesem Tag. Mit einem 6-0 Zwischenspurt wurde das Viertel beendet und man ging mit einer 82:69 Führung in den letzten Spielabschnitt.

Hier blieb der Abstand zunächst konstant, doch dann schnitten sich die Weißenhorner mit zwei Technischen Fouls hintereinander selbst ins Fleisch. Die vier fälligen Freiwürfe wurden von Maximilian Gerber, der in der 2. Halbzeit 14 Punkte erzielte, allesamt verwandelt und Thomas Lieschke machte das 6 Punktespiel perfekt. Nach einem tollen Anspiel von Zazai war es wieder Lieschke der mit einem Dunking ein weiteres Highlight setzte. Als Topscorer Maximilian Stackelberg dann mit einem Lay-Up den 100. Punkt erzielte und damit einen 12-0 Run komplettierte, war das Spiel endgültig entschieden. In den folgenden Minuten wurde der große Favorit dann förmlich vorgeführt, als man den Ball unter großem Applaus der Zuschauer nur noch in den eigenen Reihen laufen ließ. Damit war die Sensation perfekt und am Ende stand ein unvergesslicher 109:82 Sieg zu Buche.

Dieses Spiel bestätigte erneut das Konzept der BSG Ludwigsburg in der Regionalliga, mit jungen, hungrigen Spielern eine Mannschaft zu formen die nicht nur in der Liga mithalten, sondern auch dem ein oder anderen Favoriten ein Bein stellen kann. Dies gelang heute durch großartiges Team-Play (25 Assists), exemplarisch dafür das tolle Zusammenspiel der Big Men Kesselring, Lieschke und Müller. Aber auch durch mannschaftliche Geschlossenheit, denn egal wer für die BSG auf dem Platz stand, es gab nie einen Bruch im Spiel und jeder einzelne kämpfte aufopferungsvoll. Wenn man diese Einstellung weiter beibehält, kann man optimistisch an die kommenden Aufgaben herangehen.

So spielte die BSG: Von Stackelberg (20, 4 Rebounds, 4 Assists, 3 Steals), Lieschke (19, 10 Reb., 4 Ast.), Gerber (16, 5 Reb., 6 Ast., 3 Stl.), Zazai (12, 6 Reb., 7 Ast.), Müller (12, 6 Reb.), Kesselring (10, 6 Reb.), Kling (9), Leidel (6), Adams (5), Feil, Perges (n.e.), Fugel (n.e.)

 

Bei Weißenhorn punkteten Snell (21), Buljubasic (14), Hills (13) und Sifford (12) zweistellig.