Montag, 01.12.2008 11:26

Katastrophale erste Halbzeit besiegelt Niederlage in Kronberg

Schlechteste Saisonleistung beim 67:92 (33:58) in Hessen

Topmotiviert und mit hohen Erwartungen reiste das Team von Headcoach Tobit Schneider am Samstag ins hessische Kronberg um beim punktgleichen Konkurrenten nach zwei Niederlagen in Serie wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Davon war zu Beginn des Spiels allerdings wenig zu spüren, als die Barockstädter die nötige Aggressivität in der Verteidigung vermissen ließen und im Angriff überhaupt nicht in Tritt kamen. Die Hausherren dagegen fanden schnell ihren Rhythmus und führten durch Dreier von Hennen und Köhnert mit 17:5 nach vier Minuten. Kronberg spielte die indisponierte Zone der Gäste ein ums andere mal mit wenigen Pässen aus und so erhöhte Mesghna mit fünf Zählern Folge auf 27:9. Zu allem Überfluss kassierte Jordan Buller nach seinem zweiten persönlichen auch noch ein technisches Foul und musste so erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Jerome Bridgewater und Maximilian von Stackelberg konnten in der Folgezeit etwas verkürzen, ehe Schick und Köhnert von der Freiwurflinie für den 33:16 Zwischenstand nach den ersten zehn Minuten sorgten.

Wer dachte, dass es im zweiten Viertel nur besser laufen kann für Michalczyk & Co. wurde eines besseren belehrt. Ludwigsburg stellte die Gegenwehr endgültig ein und ließ den Gegner ein ums andere mal gewähren. Weder Defense noch Offense waren vorhanden und so konnte Kronberg Punkt um Punkt enteilen. Nachdem Jonas Leidel vom völlig überforderten Schiedsrichter-Duo zwei technische Fouls gepfiffen bekam, komplettierte Florian Hennen mit fünf Treffern von der Linie einen 18-0 Run der Hessen zum 48:16 nach knapp fünf Minuten. So war die Partie bereits Mitte des zweiten Viertels entschieden. Die Barockstädter zeigten Herz und konnten sich in Durchgang zwei steigern, doch näher als beim 70:51 zu Beginn des letzten Viertels kam man nicht mehr heran und so stand am Ende eine deutliche 92:67 Niederlage für die Schneider-Truppe zu Buche.

Neben der schwachen Verteidigungsleistung und der unterirdischen Trefferquote von 32% (23/71), war die Reboundunterlegenheit entscheidend für die dritte Pleite in Folge. Gerade einmal 28 Abpraller sicherten sich die Barockstädter im gesamten Spielverlauf, wobei 15 davon am offensiven Brett geholt wurden. Betrachtet man zudem die 22 Ballverluste wird schnell klar warum in Kronberg nichts zu holen war für die junge Ludwigsburger Mannschaft, die sich nach der katastrophalen Leistung am Samstag endgültig in einem Formtief befindet. Zwar steht das Team um Kapitän Jordan Buller mit 10:10 Punkten weiterhin auf dem 7. Tabellenplatz, doch der Trend zeigt unweigerlich nach unten und es muss dringend etwas geschehen um als Team wieder zu alter Stärke zurück zu finden.

So spielte die BSG: Michalczyk (13, 5 Steals), Bridgewater (12), Koch (11, 3 Steals), von Stackelberg (6, 3 Steals), Kantschar (6, 3 Steals), Perges (6), Spindler (5, 7 Rebounds, 2 Blocks), Feil (4, 4 Steals), Buller (2), Arbinger (2), Leidel (0), Ifuly (0)

Bei Kronberg punkteten Köhnert (28), Hennen (17), Schick (16) und Mesghna (13) zweistellig.