Montag, 05.12.2005 12:46

Verletzungspech verhindert möglichen Sieg 86:94 in Schwabing

 

mhplus-Damen mit viel Pech in Schwabing die 86:94-Verlierer.
Am Sonntag haben die mhplus-Damen in einem wichtigen Spiel, bei dem die Möglichkeit gegeben war, auf die besserplatzierten Bensberg und Schwabing aufzuschließen, mit sehr viel Pech wieder nur den zweiten Platz belegt. Nach großem Kampf entschied leider das Verletzungspech zu Ungunsten der Ludwigsburgerinnen. Das 86:94 sieht allerdings deutlicher aus als es der Spielverlauf erlaubt hätte.
Von Beginn an zeigten die Damen um Trainer Thede, dass sie willens und in der Lage waren, aus Schwabing die Punkte zu entführen. Aggressive Defensive und gute Entscheidungen im Angriff brachten bis kurz vor der kleinen Pause einen klaren 20:9 Vorsprung. Das verletzungsbedingte Ausscheiden von Kapitänin Danka Ilic brachte zunächst Unruhe ins Team, die die Gastgeberinnen unerschrocken ausnutzten und einen13:2-Run hinlegten, der zur Viertelpause ein Unentschieden bedeutete.
Mit 22:22 starteten beide Teams ins zweite Viertel. Ludwigsburg fing sich in der kleinen Pause wieder und konnte die Schwabingerinnen bis zur Halbzeit im Zaume halten. Der Rückstand betrug sieben wettzumachende Punkte (41:48).
Im dritten Viertel passierte dann erneut eine Verletzung im Ludwigsburger Team. Zu allem Überfluss erwischte es die zweite Aufbauspielerin, nämlich Julia Kallenberg. Sie bekam einen Schlag aufs Auge und war minutenlang nicht einsatzbar, da sie nicht mehr sehen konnte. Alex Müller musste nun den Aufbaupart übernehmen. Das neuerliche Verletzungspech warf die Ludwigsburgerinnen derart aus der Bahn, dass Schwabing noch besser zum Zuge kam. Deren Centerspielein Jocelyn Logan-Friend nutzte ihre körperliche Überlegenheit, die immer dann gegeben war, wenn die grippekranke Raina Goodlow vom Feld musste. Logan-Friend räumte unter den Körben auf sportlich faire Art und Weise alles ab, was ihr in die Quere kam und verhalf so ihrem Team zu einer vielsagenden 75:62-Führung vor dem letzten Viertel.
In diesem rappelten sich die mhplus-Damen nochmals auf, verteidigten mit „Mann und Maus“ und kamen kurz vor Schluss nochmal auf vier Zähler heran , und wenn ihnen die Referees ein wenig holder gewesen wären, hätte man in den Schlussminuten nicht mehr mit Fouls die Uhr stoppen müssen. Die  Gegenerinnen verwandelten die freien Würfe an der Linie dann rigoros und durften am Ende ein zu klares 94:86 Schluss-Resultat bejubeln.
Nachdem dieses „Vier-Punkt-Spiel“ nun auch wieder nicht positiv für die Schwäbinnen ausgegangen ist, bedarf es in der Weihnachtspause eines ordentlichen Ruckes, der dann in der Rückrunde für manche Überraschung sorgen muss. Nachdem Bensberg; Wolfenbüttel und Schwabing an diesem Wochenende erfolgreich waren, ist der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen dramatisch groß geworden.
Trotz dieser Aussichten stecken die mhplus-Damen den Kopf aber nicht in den Sand. Die Saison ist noch lang und warum soll die Mannschaft nicht auchmal das nötige Glück haben. Verdient hätte sie es allemal.

mhplus-Team am Sonntag:
Julia Kallenberg (16), Iuliana Miulescu (14/1Dreier), Danka Ilic (5/1 Dreier), Tiffany Collins (12/1), Alexandra Müller (14/1), Michelle Allotey, Vicky Krell, Raina Goodlow (9), Agnesa Nagyova (16) und Reka Mihalca.