Sonntag, 02.11.2008 23:49

Koch schießt BSG zum Sieg

73:72 (36:38) Erfolg bei den PSK City Baskets

Die Barockstädter verschliefen den Start in die Partie vollkommen und sahen sich gegen die City Baskets aus Karlsruhe nach vier Minuten mit 10:3 in Rückstand. Stephen Perges brachte die BSG mit sechs Punkten in Serie heran und Tim Koch gelang nach sieben Minuten der 11:11 Ausgleich, doch die fehlende Intensität im Spiel der Ludwigsburger und die lasche Verteidigung ließ die Gastgeber bis zum Ende des ersten Viertels durch drei Treffer von der Dreierlinie auf 22:15 davonziehen.

Auch im zweiten Abschnitt kamen Buller & Co. zunächst nicht richtig in Tritt und offenbarten vor allem in der Defense weiter ungewohnte Schwächen, sodass sich die Badener mit einem 7-0 Lauf auf 31:20 absetzen konnten. Nach einer Auszeit von Headcoach Tobit Schneider gingen die BSG’ler endlich aggressiver zu Werke um die Hausherren mit einer Pressverteidigung vor erhebliche Probleme zu stellen. Dank mehrerer Ballgewinne in Serie konnte man nach sechs Minuten durch einen 11-0 Zwischenspurt ausgleichen. Wenig später besorgten Koch und Michalczyk erstmals die Führung (34:33), ehe ein weiterer Dreier durch Zoran Seatovic den Karlsruhern zur Halbzeit einen 38:36 Vorsprung bescherte.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich dann ein ausgeglichenes Spiel bei dem sich keine Mannschaft absetzen konnte. Ludwigsburg glich mehrmals aus, schaffte es jedoch nie selbst in Führung zu gehen und so ging es beim Stand von 58:56 für die Gastgeber in den Schlussabschnitt.

Hier starteten die City Baskets angeführt von Spielertrainer Thorsten Kustos mit einem 7-0 Run zum 67:60 nach vier Minuten. Ludwigsburg fand in der Offensive keinen Rhythmus mehr und so erhöhten die Karlsruher durch Seatovic auf 71:62 drei Minuten vor dem Ende. Das Spiel schien schon so gut wie verloren doch Tim Koch hatte am heutigen Tag nicht vor das Parkett als Verlierer zu verlassen und startete fast im Alleingang eine furiose Aufholjagd. Mit acht Punkten in Serie, davon zwei Dreier, brachte der 19-jährige die BSG auf 71:70 heran, ehe David Michalczyk verwarf, Fabian Spindler nach dem Offensivrebound den Ball verlor und Zoran Seatovic schließlich 25 Sekunden vor Schluss mit einem Treffer von der Freiwurflinie auf 72:70 erhöhte. Der BSG blieb also noch ein letzter Angriff und diese Chance ließen sich die Barockstädter nicht entgehen. Nach einigen Pässen zog Jonas Leidel zum Korb um den freien Tim Koch an der Dreierlinie zu finden und dieser krönte seine überragende Leistung mit dem Treffer zum 73:72 sieben Sekunden vor dem Ende. Die Gastgeber nahmen ihre letzte Auszeit um den Ball an der Mittellinie einzuwerfen. Kustos brachte den Ball nach vorne und versuchte es aus der Mitteldistanz, sicherte sich nach dem Fehlversuch den Rebound und ließ mit der Schlusssirene einen weiteren Wurf los, der allerdings nur den Ring traf. So feierte die BSG nach einer der schlechtesten Saisonleistungen am Ende den dritten Sieg in Folge.

Ludwigsburg kam in Karlsruhe also mit einem blauen Auge davon und kann sich bei Tim Koch bedanken, der für die Barockstädter die letzten elf Punkte erzielte und sich damit als Matchwinner auszeichnete, das schon verloren geglaubte Spiel doch noch gedreht zu haben. Insgesamt war es eine schwache Vorstellung des Teams von Coach Tobit Schneider, das sich für die kommenden Aufgaben gehörig steigern muss, will man im Heimspiel gegen Lich die Siegesserie fortführen und anschließend bei den Topteams aus Konstanz und Schwenningen bestehen. Vor allem in der Verteidigung ließ man lange Zeit die nötige Intensität vermissen und gestattete den Karlsruhern zu viele freie Würfe. So kamen Kustos & Co. zu zehn erfolgreichern Dreiern, obwohl Topscorer David Watson nicht einmal in das Spielgeschehen eingriff und die gesamte Partie auf der Bank verbrachte. Zugute halten kann man den Ludwigsburgern dass sowohl Maximilian von Stackelberg als auch Jordan Buller angeschlagen in die Partie gingen und durch ihre Verletzungen gehandicapt waren. Vor allem dem amerikanische Aufbauspieler war deutlich anzumerken, dass er lange nicht wieder bei 100% angelangt ist und so dem Spiel der Barockstädter nicht wie gewohnt seinen Stempel aufdrücken konnte.

So spielte die BSG: Koch (26), Michalczyk (11, 4 Assists, 3 Steals, 2 Blocks), Leidel (8, 6 Rebounds), Perges (8), von Stackelberg (5), Spindler (4, 11 Rebounds, 3 Steals), Bridgewater (4), Feil (4), Arbinger (2), Buller (1), Kantschar (0), Ifuly (0)