Aktuell

Minus.Plus.Minus.

Energiependel schlägt am Ende zugunsten der Gäste aus, Eisvögel USC Freiburg 2 nehmen den Sieg mit nach Südbaden (73:78).

Der Ludwigsburger Startmechanismus klemmte ordentlich. Während die Gäste über ihre Topscorerin Ilka Hoffmann das Punktekonto eröffnete, gelang es lediglich Lisa Bonacker in den ersten dreieinhalb Minuten zwei Freiwurfpunkte für die Gastgeberinnen im Korb unterzubringen. Vor allem Ludwigsburgs Topscorerin Salma El Haiwan und Spielmacherin Joanna Scheu konnten ihr Team mühsam dann bis zum Viertelende (15:18) in eine etwas bessere Position werfen. Zu Beginn des zweiten Viertels stotterte wiederum der Freiburger Motor und Salma konnte die erste einheimische Führung herstellen. Der anschließende Dreier von Janne Hilgenfeld holte das Momentum kurz nach Ludwigsburg, aber nicht zum ersten und letzten Mal hielt sich Freiburg nicht daran auf, sondern antwortete. Es folgte eine etwas zerfahrene Phase, aus der Lilith Maitra, Joanna Scheu und am Ende Chloé Emanga Noupoué ihr Team wieder etwas herausholen und den 33:33 Halbzeitstand herstellen konnten.

Alles auf 0 in Viertel Nummer drei hieß es somit, in das erneut die Gäste den besseren Start erwischten. Zum Glück jedoch nicht ganz so gut, wie zu Beginn des Spiels und so entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Erneut ein Dreier, diesmal von Noreen Stöckle brachte die Ludwigsburgerinnen in Front (40:39, 24. Minute), Lilly Kornmanns Antwort ließ nicht lange auf sich warten, ehe wiederum Noreen zu ihrem zweiten von drei Dreiern ausholte und kurz später Schwester Nadja zu deren Distanzerfolg assistierte. Ausgleich. Die Schwestern bestritten auch die nächsten Minuten abwechselnd, Salma El-Haiwan traf ebenfalls nach Vorarbeit von Lisa Bonacker via Rebound und Steal. im Anschluss verpasste man es, die Führung auszubauen und so verhinderte Noreen Stöckle mit ihrem Treffer kurz vor Toresschluss ein erneutes Unentschieden (56:54).

Für das Schlussviertel kamen Ladies entschlossen aufs Feld, allerdings markierte wieder ein erfolgreicher Freiburger Distanzwurf, diesmal von Katarina Hirt die nächste Wende und Gästeführung. Lilith Maitra hielt den Anschluss und die bis dato größte Ludwigsburger Führung sechs Minuten vor Schluss, herausgeworfen von zwei Dreiern in Folge von Salma El-Haiwan und Nadja Stöckle zum 66:61 (34. Minute), schien die Ladies auf den richtigen Pfad zu führen. Freiburgs Coach bat umgehend zur Auszeit. Nadja Stöckle und Joanna Scheu hielten die Ladies vorn, aber Freiburg verkürzte sukzessive und zog 1 Miunte 23 Sekunden vor Schluss per Dreier von Ilka Hoffmann vorbei (72:74). Davon erholten sich die Ladies nicht mehr, es gelang nur noch ein Scheu’scher Freiwurfpunkt bevor erneut Ilka Hoffmann und dann Felicia Kälble den Entstand von 73:78 herstellten.

Unter dem Strich boten die beiden Teams ihren Zuschauern ein attraktives Spiel. Nachdem die BSG Basket Ladies ihre Startschwierigkeiten in den Griff bekommen hatten, entwickelte sich ein spannendes Hin und Her: 14 Mal wechselte die Führung und sechsmal ging es über Ausgleich, zur Pause stand ein 33:33 auf der Anzeigetafel. Leider konnten die teils spektakulären Aktionen von Salma El-Haiwan und Joanna Scheu die Kampflinie der Freiburgerinnen am Ende nicht vollständig knacken.

“Es war zugegebenermaßen nicht ganz leicht ohne unsere angeschlagenen Topscorerin Shantrell Moss ein solches Spiel zu bestreiten. Leider haben wir recht lange gebraucht um uns einzufinden und das hat viele Körner gekostet, die in der Crunchtime gefehlt haben” resümiert Headcoach Cäsar Kiersz. “Wir konnten uns am Ende nicht gegen einen Gegner durchsetzen, der nie nachgelassen hat, seine Chancen heraus zu spielen und der sie dann letztlich auch nutzen konnte. Glückwunsch an Freiburg.” Trotz der schmerzhaften Niederlage bleiben die Ladies Tabellendritter, dicht verfolgt von TS Jahn München, die in der letzten Begegnung des 9. Spieltags den MTV Stuttgart deutlich distanzieren konnten.

Hintergrund für den ungewohnte Anblick in der Rundsporthalle, dass der Gegner in Pink und die Ladies in den schwarzen Auswärtstrikots antraten, war: Die Eisvögel sind bei der Initiative PINK! dabei, die im Oktober weltweit auf die Situation von Brustkrebserkrankten aufmerksam macht (breast cancer awareness, www.usc-eisvoegel.de/news/pink-25.10.2022.html).

Am kommenden Wochenende ist Länderspielpause, die deutsche Nationalmannschaft tritt in der Qualifikation zur EuroBasket Women 2023 (Israel und Slowenien) am Donnerstag, 24. November 2022 gegen Bosnien und Herzegowina an. Am 3. Dezember geht es in der 2. DBBL weiter, es wartet ein äußerst schweres Auswärtsspiel auf die BSG Basket Ladies: Sie machen sich auf den Weg zum enorm stark aufspielenden Tabellenführer Qool Sharks Würzburg.

Für Ludwigsburg spielten: Salma El-Haiwan (17 Punkte / 1 Dreier, 3 Rebounds, 4 Assists, 8 Steals, Effektivität 25 ), Noreen Stöckle (16 P, 1 Rb, 3 As, 1 St), Joanna Scheu (13 P, 3 Rb, 5 As), Nadja Stöckle (13 P, 7 Rb, 1 St), Lilith Maitra (7 P, 4 Rb, 1 St), Janne Hilgenfeld 3 P/1, 2 Rb), Lisa Bonacker (2 P, 3 Rb, 1 As, 2 St, +/- 12), Chloé Emanga Noupoué (2 P, 2 Rb, 1 St), Sophia Krull, Lola Stamenkovic, Rumeysa Karakas (dnp)

Foto H. Kutzschmar, #23 Salma El Haiwan
Mehr Bilder vom Spiel unter https://flic.kr/s/aHBqjAg7VB

Eisvögel kommen mit Rückenwind

Die intensiven Flugübungen der jungen Eisvögel USC Freiburg II haben in ihren letzten Begegnungen zu ansteigenden Flughöhen, sprich Siegen geführt. Die Aufsteiger haben nach anfänglicher Niederlagenserie das Nest des Tabellenendes verlassen und befinden sich derzeit im Aufwind. So konnten die Rhein-Main Baskets, Speyer und Schwabach bezwungen werden und man steht auf Tabellenplatz 8. Dabei fliegen Julia Leiner und Ilka Hoffmann ihrem Schwarm in Sachen Punkte voran, Wieczorek, Hirt, Gerlinger und Kornmann folgen in der Formation.

Die BSG Basket Ladies werden eine andere Runway brauchen, als zuletzt, als ihnen in Heidelberg das Abheben nicht gelingen wollte. „Wir treffen auf ein neues Team, das sich zuletzt immer besser findet. Genau das ist diese Woche auch bei uns zentrales Thema. Denn wir wollen gerade unseren Fans zu Hause wieder unsere Stärken zeigen“ freut sich Headcoach Cäsar Kiersz mit seinem Team darauf, am Samstag wieder durchstarten zu können. Dabei hofft er auch, dass die zuletzt angeschlagene Topscorerin Shantrell Moss wieder fit wird. Tipp-off für das Spiel der BSG Basket Ladies gegen die Eisvögel USC Freiburg II ist am Samstag, 19. November um 18.00 Uhr in der Rundsporthalle. Die Ladies freuen sich auf zahlreiche Unterstützung ihrer Fans!

Wer nicht vor Ort sein kann, kann das Spiel unter www.sporttotal.tv/ma3d99b6be   verfolgen.

Foto H. Kutzschmar, #18 Lisa Bonacker

WNBL entscheidet spannendes Duell gegen Heidelberg für sich

Im aufreibendem Showdown behalten die Young BSG Basket Ladies die Nerven und bringen einen 66:70 Sieg aus der Halle des Verfolgers Basket-Girls Rhein-Neckar mit nach Hause.

Die Lektion vom Vorabend aus der 2.DBBL hatten die Young Ladies mitgenommen, denn sie waren von Beginn an präsent und holten im ersten Viertel die Führung heraus, die sie trotz heftiger Gegenwehr der Basket-Girls Rhein-Neckar bis zum Ende nicht mehr abgaben. Sophia Krull eröffnete das Punktekonto mit einem von zwei Freiwürfen. Joanna Scheu löste die Handbremse per Steal und Korb. Dann trat Heidelbergs Miriam Diala erstmals auf den Plan und verwandelte zwei Freiwürfe. Lilith Maitra und Joanna hielten dagegen. Mit ihrem ersten Dreier stellte Ayana Kratz den letzten Ausgleich in diesem Spiel her, denn Sedra Mamo und Joanna Scheu antworteten, letztere ebenfalls per Distanzwurf. Es gelang den jungen Ladies über Sedra, Janne Hilgenfeld und noch einmal Joanna Scheu bis zum Ende des ersten Viertels einen 7-Punkte Vorsprung herauszuholen (13:20).

Wie wichtig dieser war, zeigte sich umgehend, denn Heidelberg kämpfte verbissen. Lola Stamenkovic, Lilith und Joanna, wieder mit einem Dreier, stellten zur Mitte des zweiten Viertels zwar mit 12 Punkten den größten Abstand her, Heidelberg konnte jedoch bis zur Halbzeit (31:38) wieder auf die -7 aus dem ersten Viertel zurückkommen.

Für die zweite Halbzeit lautete die Devise. Aber, die jungen Ladies kassierten vier schnelle Punkte in Folge und der Coach rief seine Schützlinge gleich wieder zusammen. In den nächsten Sequenzen sicherten Joanna und Chloé Emanga Noupoué wichtige Rebounds. Letztere kam nun immer besser ins Spiel und hatte am Ende u.a. starke 3 Blocks auf dem Bogen stehen. Auch Lilith konnte sich nun wieder besser durchsetzen. Mit den beiden verwandelten Freiwürfen von Janne Hilgenfeld eroberten sich die Young Ladies nach sechs gespielten Minuten in Viertel Nummer drei wieder ihren 12-Punkte Vorsprung zurück. Ein weiteres Mal ließen sich die Basket-Girls Rhein-Neckar davon jedoch nicht beirren und warfen sich über Ayana Kratz und Miriam Diala heran. So endete auch das dritte Viertel ausgeglichen (18:18), und +7 für die jungen Ladies hatte nach wie vor Bestand (49:56).

Der letzte Akt des Showdowns brach an. Heidelberg warf alles, was es hatte, in das Duell und kam näher. Noch einmal konnte Chloé mit dem letzten von 3 Ludwigsburger Dreiern den Abstand ausbauen. Wer auch immer dachte, durchatmen zu können, sah sich getäuscht, denn Diala, Kratz, Wuckel und Raubach peitschten ihr Team nun bis auf zwei Punkte heran (61:63, 37. Spielminute). Der Kampf kostete allerdings Fouls und die Young Ladies wurden an die Linie geschickt. Hier erwies sich vor allem Joanna Scheu mit fünf von sechs Freiwürfen einmal mehr als absolut nervenstark. Lilith und Janne trafen ebenfalls je einmal und so konnte auch der letzte erfolgreiche Distanzwurf von Ayana Kratz nicht mehr, als die -7 aus dem ersten Viertel leicht reduzieren. Angeführt von den starken Guards Lilith Maitra, Joanna Scheu und Chloé Emanga Noupoué und flankiert von der intensiven Arbeit der Kolleginnen auf den größeren Positionen behaupteten sich die Young BSG Basket Ladies und brachten den 66:70 Auswärtssieg unter Dach und Fach. Damit behalten sie ihre weiße Weste. “Das war mehr als ein hartes Stück Arbeit. Ich bin sehr froh, dass wir den Zwischensprints der Basket-Girls widerstehen konnten und jeweils zum richtigen Zeitpunkt gut agieren bzw. reagieren konnten” fällt die Anspannung von Headcoach Cäsar Kiersz langsam ab. “Es läuft noch nicht alles rund bei uns”. Die noch immer ungeschlagenen Young Ladies haben nun fast vier Wochen spielfrei, bevor sie am 11. Dezember erneut auswärts antreten, Gegner ist das Regio Team Stuttgart, das bislang nur ein Spiel verloren hat.

Für Ludwigsburg spielten: Lilith Maitra (21 Punkte, 9 Rebounds, 3 Steals), Joanna Scheu (21 P/2 Dreier, 6 Rb, 2 Assists, 2 St), Chloé Emanga Noupoué (10 P/1, 7 Rb, 2 As, 3 Blocks), Sedra Mamo (7 P, 6 Rb, 1 As, 1 St, 1 Bl), Janne Hilgenfeld (6 P, 6 Rb, 1 Bl), Lola Stamenkovic (4 P, 3 Rb, 2 St), Sophia Krull (1 P, 2 As, 1 St, 1 Bl), Lilly Weber (2 Rb, 1 As), Rumeysa Karakas (1 St), Sophie Schuster (3 Rb), Paula Armbrust (dnp)

Foto H. Kutzschmar, #7 Lilith Maitra, #8 Chloé Emanga Noupoué, #12 Joanna Scheu

 

Facebook