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Klarer Sieg gegen MTV München 1879

Ohne vier Leistungsträgerinnen, aber immer noch tief stark besetzt brachten die Young BSG Basket Ladies einen klaren 102:55 Sieg gegen den MTV München 1879 unter Dach und Fach.

Mussten die BSG Basket Ladies am Samstagabend in der 2. DBBL ohne fünf verletzte Spielerinnen auskommen, so gehörten vier davon zur WNBL, die Coach Kiersz somit auch nicht für das Sonntagmittag-Spiel der WNBL gegen den MTV München 1879 zur Verfügung standen. Aber der verbliebene Kader zeigte seine Qualität.

Auch der MTV kam von Verletzungssorgen geplagt ohne seine beiden Topscorerinnen, startete aber schneller als die Young Ladies. So ließen sich die Münchenerinnen vom ersten erfolgreichen Dreipunktwurf des Tages von Joanna Scheu auch nicht abschütteln und hielten bis kurz vor Ende des ersten Viertels mit. Als allerdings Rumeysa Karakas von jenseits des Perimeters zum 23:17 traf, war der Widerstand der Gäste gebrochen und die Young Ladies machten sich auf und davon. Gegen Ende des ersten Abschnitts griff Lucie Zentgraf ein und sorgte mit einem umgehenden Dreier und in der nächsten Szene einem von zwei Freiwürfen für vier Punkte in Folge. Insgesamt wuchs der Vorsprung bereits auf 31:17 an.

In den verbleibenden drei Vierteln agierten die Young BSG Ladies routiniert, spielten ihre Chancen heraus, erzielten jeweils über 20 Punkte und verhinderten nach Kräften gegnerische Punkte (25:12, 21:8, 25:18). Zentraler Faktor waren die beiden Großen, denn sowohl Sedra Mamo (18 Punkte, 14 Rebounds, 2 Blocks, 4 Assits, 2 Steals) als auch Lola Stamenkovic (17 Punkte, 11 Rebounds) schafften ein Double-Double und eröffneten damit am offensiven Brett zweite Chancen.

Davon profitierte auch Lilith Maitra, die mit ihren furiosen 30 Punkten ihren neuen Topwert in der WNBL markierte. Eine starke Partie lieferte auch Rumeysa Karakas ab, die mit schnellen Händen den Münchenerinnen alleine 9 Mal den Ball entwendete und zusammen mit ihren 14 Punkten fast ein Double-Double der besonderen Art schaffte. Joanna Scheu blieb ein Treffer aus der Nahdistanz zwar verwehrt, aber mit zwei Dreiern und vor allem ihren 7 Assists, dazu 4 Rebounds und 2 Steals untermauerte auch sie wieder ihre wichtige Rolle für das Team und den Erfolg.

“Lilith, Lola, Joanna und Rumeysa haben am Vorabend in Wasserburg in der 2.DBBL eine starke Partie abgeliefert, umso stärker sind ihre Leistungen kaum 16 Stunden später zu schätzen. Sedra agierte zusammen mit Lola bärenstark am Korb. Nikolina und Sophia fanden nach längerer Pause wieder zurück in ihr Spiel und die ganz jungen Spielerinnen Lucie und Paula konnten ihre Spielzeit gut gestalten und wichtige Erfahrung sammeln” ist Coach Kiersz mit den gezeigten Leistungen der jungen Nachwuchskräfte sehr zufrieden. Als nächstes stehen für die Young Ladies zwei Nachholspiele an: Am Freitag, 27.1. geht es um 19.30 Uhr auswärts gegen das drittplatzierte RegioTeam Stuttgart und unter der Woche, am Mittwoch, 1. Februar, müssen sie um 19.30 Uhr in Speyer bei den Flying Towers antreten. Am Sonntag, 5. Februar um 15.00 Uhr kommt es dann in der heimischen Rundsporthalle zum Showdown mit dem direkten Verfolger Basket-Girls Rhein-Neckar.

Für Ludwigsburg spielten: Lilith Maitra (30 Punkte/2 Dreier, 4 Rebounds, 2 Assists, 1 Steal), Sedra Mamo (18 P, 15 Rb, 3 As, 4 St, 2 Blocks), Lola Stamenkovic (17 P, 11 Rb, 1 St), Rumeysa Karakas (14 P/2, 6 Rb, 4 As, 9 St), Nikolina Antic (7 P/1, 1 Rb, 4 As, 1 St), Joanna Scheu (6 P/2, 4 Rb, 7 As, 2 St), Sophia Krull (6 P, 4 Rb, 2 As, 1 St), Lucie Zentgraf (4 P/1, 1 As, 1 St), Paula Armbrust (1 Rb)

Foto H. Kutzschmar, #13 Sedra Mamo, #14 Lola Stamenkovic, #7 Lilith Maitra, #9 Rumeysa Karakas

Mehr Bilder vom Spiel unter https://flic.kr/s/aHBqjApmH8

 

Sollte nicht sein

Noch weiter dezimiert reisten die Ladies nach Wasserburg am Inn und kämpften aufopferungsvoll, mussten sich am Ende aber doch mit 75:90 geschlagen geben.

Basketball ist wohl auch abseits des Courts ein Spiel der Läufe – die Kette der Verletzungen will nicht abreißen. Mit Noreen Stöckle fehlte die nächste Leistungsträgerin, als sich die BSG Basket Ladies auf den Weg für die längste Auswärtsfahrt der Saison machten. In Wasserburg am Inn wartete der Bundesliga-Absteiger mit einer schönen Zuschauerkulisse auf, mit viel Erfahrung und manchmal auch etwas Fortune zur rechten Zeit. Denn, immer wenn die bravourös kämpfenden Ladies den Rückstand energisch abschmolzen, platzierten die Wasserburgerinnen schmerzhafte Dreipunktwürfe. Bis auf den Höchstwert von 20 konnten sich die Gastgeberinnen im 3. Viertel absetzen, aber die Ladies gaben zu keiner Sekunde auf. Bis zur Mitte des Schlussviertels ackerten sich die Ladies noch einmal bis auf 4 Punkte heran. Dann aber schien sich der Akku zur Neige zu gehen. Während sich Wasserburg unter dem Korb vor allem über Autrey wieder durchsetzen konnte, fehlten den Ludwigsburger Wurfversuchen die letzten Körner, die herausgeschnitzten Chancen konnten nicht mehr umgemünzt werden. Mit den abschließenden beiden Dreiern von Schnorr und Brodersen fiel der Endstand von 90:75 für den Rekordmeister nach Ludwigsburger Geschmack etwas zu hoch aus. Der direkte Vergleich bleibt jedoch klar bei den BSG Basket Ladies, die das Hinspiel mit 81:55 für sich entscheiden konnten.

Für ihr Team warfen die beiden einzigen Ü20-Spielerinnen Salma El-Haiwan (23 Punkte) und Nadja Stöckle (20 Punkte) von Anfang alles in die Partie. Während Salma immer wieder die gegnerische Defense unter dem Korb durch ihre schnellen Moves durcheinander wirbelte, zeigte Nadja Stöckle extreme Stärke aus der Distanz. Allein sechs Mal war sie von jenseits des Perimeters erfolgreich. Angeführt von diesen beiden zeigten auch die Youngster starke Leistungen. Lilith Maitra schrammte mit 12 Punkten und 9 Rebounds hauchdünn am Double-Double vorbei, Lola Stamenkovic musste die zweite Halbzeit mit 4 Fouls belastet bestreiten, kam ebenfalls auf 12 Punkte, holte 6 Rebounds und 2 Steals. Joanna Scheu leistete den Spielaufbau bis auf 10 Sekunden über die volle Distanz. Rumeysa Karakas stand erstmals über 15 Minuten auf dem Zweitligafeld und sicherte sich 5 Rebounds.

Gegen richtig stark aufgetretene Wasserburger und vor grossem Publikum hat das verletzungsbedingt noch weiter verjüngte Team ein paar Minuten gebraucht, um seinen Rhythmus zu finden. Ohne Shantrell und Noreen fehlen uns 30 Punkte im Schnitt, trotzdem haben wir 75 gemacht. Unsere  Offensive hat eine klasse Leistung gebracht mit guten Trefferquoten und  starken Rebounds. Am anderen Ende des Spielfelds konnten wir nicht ganz die notwendige Defense erreichen, haben aber ein intensives und spannendes Spiel geliefert” lobt Coach Kiersz das Auftreten und den Einsatz seines Teams, das ohne seine insgesamt 5 Verletzten auflaufen musste. Es bleibt die Hoffnung, dass die eine oder andere in der nächsten Woche wieder zurückkehren kann. Dann ist Liga-Primus Qool Sharks Würzburg in der heimischen Rundsporthalle zu Gast.

Für Ludwigsburg spielten: Salma El-Haiwan (23 Punkte/1 Dreier, 4 Rebounds, 2 Assists, 4 Steals), Nadja Stöckle (20 P/6), 4 Rb, 2 St), Lilith Maitra (12 P/1, 9 Rb), Lola Stamenkovic (12 P, 6 Rb, 2 St, 1 Block), Joanna Scheu (8 P, 1 Rb, 1 As, 2 St), Rumeysa Karakas (5 Rb), Jana Baraka (1 Rb), Sophia Krull, Nikolina Antic

Foto H. Kutzschmar, #5 Nadja Stöckle

WNBL empfängt MTV München 1879

Der nächste Prüfstein für die Young BSG Basket Ladies kommt am Sonntag in die heimischen Rundsporthalle. Angeführt vom Dreigestirn Helena Englisch mit 27, Mae Whitall mit 20,5 und Marisa Köhler mit 16,6 Punkten im Schnitt ist der aufstrebende MTV München 1879 zu Gast. Nach vier Siegen in Folge mussten sich die Aufsteigerinnen in die WNBL zuletzt nur den Basket-Girls Rhein-Neckar beugen. Der MTV hat sich in die WNBL hinein gekämpft. „Das Trio um Nationalspielerin Englisch schafft schon mal fast 80 Punkte allein, meist aber 80% der Münchener Punkte. Unsere Defense hat eine große Aufgabe“ gibt Headcoach Kiersz seinen Team mit, das umso stärker gefordert ist, als voraussichtlich gleich drei Leistungsträgerinnen verletzungsbedingt ausfallen.

Tipp-off für das Spiel der Young BSG Basket Ladies gegen den MTV München 1879 ist am Sonntag, 22.1. um 12.30 Uhr in der Rundsporthalle.

Foto H. Kutzschmar, #6 Sophia Krull, #24 Lola Stamenkovic

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