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#1 Noreen Stöckle, #16 Sedra Mamo, Foto H. Kutzschmar

Mit Anlauf zum klaren Sieg

Nach verlorenem Hinspiel konnten die Young BSG Basket Ladies das Rückspiel gegen die Basket-Girls Rhein-Neckar mit 77:42 klar für sich entscheiden.

Reichlich nervös starteten beide Teams ins Spiel. Ein Turnover jagte den anderen und es dauerte über zwei Minuten, bis Noreen Stöckle mit ihren ersten fünf von insgesamt 21 Punkten endlich die Einstiegsluke fand. Lilly Weber folgte ihr unmittelbar und versenkte auf Assist von Lilith Maitra den nächsten Dreier. Bald griffen auch die Großen ein, Lola Stamenkovic, Sedra Mamo und Janne Hilgenfeld erhöhten den Punktestand für die Gastgeberinnen zügig, während bei den Gästen nur Franka Kraus, Melina Kleinhans und zum Schluss Miriam Diala für Heidelberger Punkte sorgten. Sie war es auch, die das zweite Viertel eröffnete, ihre Farben vorantrieb und nach wieder Spielphase in einen Dreier-Shootout einsteigen wollte. Während sie damit auf ihrer Seite jedoch alleine blieb, trafen nacheinander Sophia Krull, Choé Emanga Noupoué, Hanna Risinger und abschließend wieder Noreen Stöckle von jenseits des Perimeters. Mit dem so aufgestockten Polster von 34:24 ging es in die Pause.

In Viertel Nummer drei kam die Ludwigsburger Offensiv-Maschine endgültig in Fahrt. Mit entschlossenem Einsatz unter dem Korb von Lola Stamenkovic und Sedra Mamo erkämpft, aber auch aus der Mittel- und Langdistanz herausgespielt, konnten 26 Punkte eingebucht werden Derweil haderten die Basket-Girls unter anderem mit der Trefferquote und erreichten im dritten Abschnitt nur 10 Zähler. Auch im Schlussviertel fanden die Gäste keinen Zugriff mehr auf das Spiel und die Young Basket Ladies brachten einen klaren 77:42 Heimsieg unter Dach und Fach. Topscorerin Noreen Stöckle hatte bis dahin fünf Dreier eingestreut, Top-Rebounderin Janne Hilgenfeld siebenmal den Ball gesichert, Lilith Maitra mit drei die meisten Assists verteilt und alle haben mindestens einen Steal geholt. „Es lief nicht alles rund aber diesmal haben wir bis zum Schluss durchgespielt“ ist Coach Thomas Stöckle zufrieden mit dem Ergebnis. „Damit haben wir den direkten Vergleich und sind dem Ziel Playoffs einen Schritt nähergekommen.“

Für Ludwigsburg spielten: Noreen Stöckle (21 Punkte / 5 Dreier, 5 Rebounds, 2 Assists, 2 Steals), Janne Hilgenfeld (10 P, 9 Rb, 1 As, 1 St), Chloé Emanga Noupoué (10 P, 4 Rb, 1 As, 1 St), Lilly Weber (9 P, 2Rb, 1 As, 1 St), Lilith Maitra (7 P, 4 Rb, 3 As, 2 St), Lola Stamenkovic (6 P, 5 Rb, 2 St), Sophia Krull (6 P, 2 St), Sedra Mamo (4 P, 7 Rb, 1 As, 1 St), Hanna Risinger (3 P, 3 Rb, 1 As, 1 St), Sophie Schuster (1 P, 1 Rb, 1 As, 1 St), Nikolina Antic (1 As, 1 St), Christina Diamantaki

 

 

#23 Salma El-Haiwan, #1 Noreen Stöckle, Foto H. Kutzschmar

Lichtblicke trotz deutlicher Niederlage

Auch wenn am Ende eine 63:93 Niederlage gegen den Tabellendritten Rhein-Main Baskets zu Buche steht, gibt es einiges an guten Nachrichten von den BSG Basket Ladies zu vermelden.

Von Beginn an zeigten die Ladies beherzte Aktionen, bereits nach 90 Sekunden hatten Katrin Hellmann und Salma El-Haiwan den Gästen aus Langen den Ball entwendet und in schnelle Punkte umgemünzt. Als Lisa Bonacker zum 6:0 einnetzte, zog der Gästecoach die Timeout-Notbremse und justierte neu. Wirkungsvoll, denn nun wurde die größte und erfahrenste Spielerin auf dem Platz, Svenja Greunke, stärker ins Spiel eingebaut und auch Jule Seegräber und Pia Dietrich traten verstärkt auf den Plan. Es entwickelte sich ein Schlagabtausch, den die Gäste zunächst zu ihren Gunsten entschieden. Sie setzten sich auf 21:15 ab, ehe Noreen Stöckle und Salma El-Haiwan sich nochmal äußerst agil einschalteten und ihre Farben auf 19:21 heranbrachten. Nahtlos wollte Salma El-Haiwan weitermachen und glich zu Beginn des zweiten Abschnitts aus. Dann fanden die Gäste aus Langen aber zusehends in ihren Rhythmus und die jungen Basket Ladies, heute teilweise sogar in kompletter WNBL-Formation auf dem Feld, gerieten in der Defense zunehmend unter Druck. Bis zur Mitte des Viertels konnten sie Greunke und Co noch auf den Fersen bleiben, dann zogen die klar favorisierten Langenerinnen einen Zwischenspurt an und bis zur Halbezeit auf 31:46 davon.

Das dritte Viertel eröffnete Pia Dietrich mit einem schmerzhaften Dreier, den Noreen Stöckel 10 Sekunden später mit gleicher Münze zurückzahlte. Ansonsten wollte aber nicht viel gelingen, nur 9 Punkte waren die schwächste Viertelausbeute an diesem Tag. Das wollten die jungen Basket Ladies dann doch nicht so stehen lassen und legten im vierten Viertel noch einmal zu (23:24). Vor allem Noreen Stöckle traf nun Nummer zwei und drei aus der Langdistanz und schraubte ihr Punktekonto auf 17 und damit Topscoring. Außerdem holte sie sechs Rebounds und verteilte mit drei die meisten Ludwigsburger Assists. Davon brachten es die Ladies insgesamt auf 10, demgegenüber standen 23 bei den Gästen. Salma El-Haiwan folgte mit 15 Punkten und machte auch ihrem Rang als Steal-Königin der Liga alle Ehre. Sie schaffte mit vier exakt ihren Saisondurchschnitt. Auch hier zeigte sich allerdings eine klare Überlegenheit der Rhein-Main Baskets, die den Ladies das Spielgerät 21-mal entrissen. Und noch etwas fördert die Statistik zu Tage: Bei keinesfalls schlechter Trefferquote spiegelt die Anzahl an genommenen Würfen das Endergebnis wider: Während die BSG Basket Ladies gegen eine äußerst aufmerksame und aggressive Defense auf 53 Korbwürfe aus dem Feld kamen, nahmen die Rhein-Main Baskets 88.

Aber zurück zu den guten Nachrichten, denn Lisa Bonacker war erstmals in diesem Jahr wieder mit von der Partie, enorm wichtig für das Team, dessen große Garde empfindlich geschmolzen ist. Und sie musste gleich dreißig Minuten Schwerstarbeit verrichten, denn vor allem Svenja Greunke stellt die gegnerische Defense vor im wahrsten Sinn des Wortes große Aufgaben. Wie schon aus der ersten Saisonhälfte gewohnt arbeitete Lisa Bonacker unermüdlich und zeigte mit sechs Punkten, sieben Rebounds, zwei Assists und zwei Steals wie wichtig sie für das Team ist. Die Jüngste im Bunde, Lola Stamenkovic konnte in ihrem zweiten Zweitliga-Einsatz weitere wertvolle Erfahrungen und einen Block – immerhin gegen Svenja Greunke – platzieren. Insgesamt kam die U16-Fraktion, zu der außerdem Lilith Maitra, Sophia Krull sowie Chloé Emanga Noupoué zählen, auf respektable 18 Punkte, davon gelangen Chloé 10, womit sie sich erstmals zweistellig in die Scoring-Liste der 2.DBBL eintrug.

Am Ende standen zwar 93 Punkte für den Gast aus Langen auf der Anzeigetafel, aber auch 63 für das Heimteam und damit wieder zehn mehr als in der Vorwoche. Es also geht bergauf. Gerade die nicht etatmäßigen Zweitligaspielerinnen gewinnen mehr und mehr an Selbstvertrauen, zeigen mutige Aktionen und fassen immer besser Fuß in der Damenkonkurrenz. „Das wird, je weiter die Saison fortschreitet, umso wichtiger. Wir verfügen nicht mehr über den gleichen Kader, der uns nach der Vorrunde auf Platz fünf gepusht hat und freuen uns zu sehen, dass alle die schwierige Situation annehmen, ihr Bestes geben und gemeinsam wachsen. Auch wenn wir heute wieder längere Durstrecken hatten, so waren doch zum Beispiel die Trefferquoten in Ordnung und wir konnten im Schlussviertel nochmal deutlich zulegen.“ zieht Coach Thomas Stöckle, der das Team diesmal anleitete, ebenfalls das Positive aus dem Spiel.

Für Ludwigsburg spielten: Noreen Stöckle (17 Punkte / 3 Dreier, 6 Rebounds, 3 Assists, 1 Steal), Salma El-Haiwan (15 P, 7 Rb, 1 As, 4 St, 1 Block), Chloé Emanga Noupuoué (10 P, 2 Rb, 1 St), Lisa Bonacker (6 P, 7 Rb, 2 As, 2 St), Sophia Krull (6 P), Hanna Risinger (3 P, 2 Rb. 2 As, 1 St), Kathrin Hellmann (3 P, 1 As, 1 St), Lilith Maitra (2 P, 3 Rb), Nikolina Antic (1 P), Janne Hilgenfeld (4 Rb, 1 As), Lola Stamenkovic (1 Bl)

Gradmesser Basket-Girls Rhein-Neckar zu Gast

Ebenso wie die Young Basket Ladies Ludwigsburg starteten auch die Sonntags-Gäste Basket-Girls Rhein-Neckar mit einem Sieg ins neue Jahr. Nun gilt es für die Gastgeberinnen, gegenüber dem letzten Wochenende, vor allem aber gegenüber dem Hinspiel mehr als einen Gang zuzulegen, denn das war am Ende verloren gegangen. “Wichtig ist vor allem, dass alle gesund an Bord sind” hofft Headcoach Cäsar Kiersz, der zuletzt krankheitsbedingt auf zwei der stärksten Scorerinnen Noreen Stöckle und Janne Hilgenfeld verzichten musste. Auch sind sie und die meisten ihrer WNBL-Kolleginnen aktuell oft in der 2. Damenbasketballbundesliga zu finden, haben also ein anstrengendes Programm. Andererseits profitieren sie alle davon, denn sie können sich im starken Gegenwind bei den Damen viel Erfahrung, Selbstvertrauen und Wettkampfhärte holen. All das wird intensiv gebraucht, wenn es gegen die Basket-Girls Rhein Neckar geht, fallen die Begegnungen der beiden Teams doch schon fast traditionell grundsätzlich spannend aus. Bei den Heidelbergerinnen steuert das Quartett Diala mit starken 18,4 Punkten im Schnitt, Kraus, Raubach und Glöckner die meisten Zähler zu den bisher vier Siegen bei. Auf sie gilt es defensiv ein Auge zu haben. “Aus dem Hinspiel lernen heißt, vor allem in Defense investieren und in der Offense konzentriert bleiben, bis der Ball wirklich im Korb ist!” ruft Coach Kiersz seinen Schützlingen zu und erinnert dabei, wenn auch nicht gerne, an das letzte Viertel gegen die Basket-Girls im vergangenen Jahr. “Neues Jahr, neues Spiel, hoffentlich neues Glück”.

Tipp-Off für die Begegnung der Young BSG Basket Ladies Ludwigsburg gegen die Basket-Girls Rhein-Neckar ist am Sonntag, 16. Januar um 12.30 Uhr in der Rundsporthalle. Zuschauer sind unter Anwendung der aktuell geltenden Regeln zu 2G+ zugelassen und herzlich willkommen! Einchecken kann man jetzt schon unter rsh.pbba-lb.de

 

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