Aktuell

Letzte Bergfahrt endet an der Mittelstation

BSG Basket Ladies unterliegen nach zähem Kampf am Ende mit 54:62 gegen die KIA Metropol Baskets Schwabach.

Die Samstagnachmittag-Begegnung zwischen den Basket Ladies und den Metropol Baskets nahm ihre Zuschauer am Live-Stream mit auf kräftige Berg- und Talfahrt in raschem Wechsel. Den besseren Start erwischten dabei die BSG Basket Ladies, die Guards Salma El-Haiwan und Luzie Hegele fanden Forward Josipa Simic, die postwendend einnetzte. Beim Stand von 6:10 legten die Gastgeberinnen ihren Schalter um und zogen mit einem 9:0 Lauf an den nun etwas fahrig agierenden Ludwigsburgerinnen vorbei. Die Korb-Dürre stoppte Noreen Stöckle mit Dreipunkt- und Freiwurftreffern, kurz vor Viertelende stellte Schwabach den 5-Punkte Vorsprung dann aber doch wieder her.

Das 2. Viertel starteten die Ladies erst nach einem weiteren Schwabacher Korb, dann aber warfen Lisa Bonacker nach schönem Passspiel und Sophia Krull per Dreier die Ladies zum 22:22 Ausgleich. Nach der umgehend vom gegnerischen Coach anberaumten Auszeit nahm das Auf und Ab erneut an Fahrt auf. Mal Noreen Stöckle aus der Distanz, mal Alicia Stenzel nach gutem Auge von Christina Diamantaki, mal Luzie Hegele, immer wieder sprangen die Ladies voraus. Sie profitierten dabei u,a, von der guten Arbeit unter dem Korb von Alicia Stenzel, die bereits sieben ihrer am Ende 10 Rebounds, plus insgesamt 4 Blocks, eingesammelt hatte. Ihre Gastgeberinnen konnten die Ladies indes nicht abschütteln. Mit dem Halbzeitpfiff mussten sie den erneuten Ausgleich zum 34:34 hinnehmen.

Beide Teams machten nach der Pause deutlich, dass sie rasch Akzente setzen wollten. Dies gelang den Schwabacherinnen zunächst besser, ehe Salma El-Haiwan den Vierpunkte-Rückstand wieder wett machte. Nun geriet jedoch zunehmend Sand ins Ludwigsburger Getriebe, herausgeackerte Chancen konnten nicht in Zählbares umgemünzt werden. Magere sieben Punkte waren die Ausbeute des dritten Viertels und Schwabach hamsterte erstmals einen größeren Vorsprung. Am so eingefahrenen 49:41 Rückstand der Ladies ließ sich in den verbleibenden zwei Minuten zwischen Ludwigsburger Auszeit und Ende des dritten Spielabschnitts nichts mehr „drehen“.

Das Schlussviertel sah die Basket Ladies im entschlossenen Endspurt-Modus. Salma, Luzie Noreen und Josipa bliesen zur erfolgreichen Aufholjagd. Es brauchte zwei Schwabacher Auszeiten in kurzer Folge, um den Ludwigsburger Lauf beim Stand von nur noch 54:52 zum Ludwigsburger Leidwesen dann aber doch zu stoppen. Dies gelang so gründlich, dass den Basket Ladies in den folgenden, und damit letzten, fünf Minuten des Spiels der Faden abhandenkam. Der Sieg blieb schlussendlich mit 62:54 in Schwabach. „Auch wenn wir das dritte Viertel verpasst haben und, ähnlich wie in Heidelberg, die letzten fünf Minuten nicht zu unseren Gunsten gestalten konnten, nehmen wir auch aus dem heutigen Spiel wieder viel mit: die guten Ansätze, die wir zeigen konnten und die Punkte, an denen wir weiter kräftig arbeiten werden. Unsere jungen Spielerinnen lernen intensiv und unmittelbar in jeder neuen Spielsituation, die sie aus dem Jugendumfeld nicht gewohnt sind“ richtet Coach Kiersz den Blick wieder unmittelbar nach vorne.

Für Ludwigsburg spielten: Luzie Hegele (12 Punkte, 7 Rebounds, 2 Assists, 1 Steal), Salma El-Haiwan (11 P, 4 Rb, 3 As, 7 St), Noreen Stöckle (10 P, 3 Rb, 1 As, 1 St), Josipa Simic (8 P, 3 Rb, 1 St), Alicia Stenzel (6 P, 10 Rb, 1 St, 4 Blocks), Lisa Bonacker (4 P, 6 Rb), Sophia Krull (3 P, 1 Rb, 1 St), Christina Diamantaki (1 Rb, 1 As), Lilith Maitra (1 Rb), Hanna Risinger (2 Rb), Lia Hilgenfeld, Chloé Emanga Noupoué

 

(c) Andreas Gieser (cheesy.photo)

Nächste Ausfahrt: Schwabach

Vor fast exakt einem Jahr waren die BSG Basket Ladies Ludwigsburg schon so gut wie auf dem Weg zu den KIA Metropol Baskets Schwabach, hätte da nicht dieses Virus erstmals für das Herunterlassen der Schranken gesorgt. Schwierig genug ist es auch in diesem Jahr nach wie vor, Partien durchzuführen, die Fahrt bleibt auf Sicht. Für die aktuelle Begegnung der beiden Teams stehen die Signale jedoch auf Grün. Im direkten Vergleich haben die Schwabacherinnen die Nase vorne, sie konnten zwei der seit 2018 ausgetragenen Begegnungen für sich entscheiden, einmal gingen die Basket Ladies als Siegerinnen vom Feld. Ein Sieg steht für die jungen BSG Basket Ladies aus den drei Spielen zu Buche, die sie in der aktuellen Saison bisher absolvieren konnten. Mit diesem jüngsten, in der Overtime erkämpften Sieg gegen die Saarlouis/Dillingen Diamonds als Rückenwind macht sich das junge Team auf den Weg zu seinem erst vierten Spiel, derweil haben die KIA Metropolbaskets in der Saison 2020/2021 bereits vier Siege auf ihrem Konto. Beide Teams können mit einem Sieg ihre jeweilige Bilanz aus Siegen und Niederlagen ausgleichen, die Favoritenrolle liegt indes bei den Gastgeberinnen.

Tipp-off ist in Schwabach um 16.00 Uhr. Bei der Partie live dabei sein kann man unter https://www.facebook.com/kiametropolbasketsschwabach

Gelernt, gekämpft und Beute gemacht!

Mit einem 73:70 nach Overtime beißen sich die BSG Basket Ladies gegen die Saarlouis/Dillingen Diamonds zu ihrem ersten Sieg durch.

Dass dieses Abenteuer im Westen eine knappe Angelegenheit werden könnte, deutete sich schon im ersten Viertel an. Die „Großen“ beider Teams rangen um jeden Zentimeter unter dem Korb. Dabei konnte Lisa Bonacker gleich 6 ihrer insgesamt 8 Punkte einheimsen. Vor allem die erfahrenen Diamonds Simone Sill und Myrielle Platte waren jedoch eine harte Nuss zu knacken. Auch die Guards waren zur Stelle, Noreen Stöckle, Salma El-Haiwan und Luzie Hegele zeigten sich nicht nur offensiv gleich warmgespielt, sondern beteiligten sich auch nach Kräften am Kampf um den Ball in Korbnähe und sammelten 7 der 11 Rebounds ein. Youngster Sophia Krull buchte ihren Punkt des Tages per Freiwurf. Mit dem Viertelende gelang es Josipa Simic, ihren kleinen persönlichen Bann zu durchbrechen. Nach zwei Spielen ackern ohne Belohnung hielt sie mit ihren ersten Zweitliga-Punkten zum 20:19 Zwischenstand für Dillingen ihr Team auf Tuchfühlung.

In Viertel Nr.2 meldeten sich Christina Diamantaki, Lia Hilgenfeld unf Alicia Stenzel erstmals im Spiel per Korb zu Wort während Noreen Stöckle ihr Punktekonto bereits auf einen zweistelligen Wert aufstockte. Insgesamt blieb es dabei, beide Teams erkämpften sich ihre Chance verbissen, ließen aber auch einige liegen. Youngster Lilith Maitra erging es wie in den Spielen zuvor Josipa Simic, sie hatte nach kurzer Zeit bereits 3 Rebounds eingesammelt, der gegnerische Korb blieb ihr aber versperrt. Das zwischenzeitliche Wegspringen der BSG Basket Ladies auf 6 Punkte Vorsprung fingen die sich ebenso zäh ringenden Dillinger Diamonds wieder ab. Am Ende hatten beide Teams die gleiche Punkteausbeute wie in Abschnitt eins, somit ging es mit der knappen Führung der Gastgeberinnen von 40:38 in die Halbzeitpause.

Für das dritte Viertel hatte sich die Basket Ladies sichtbar einiges vorgenommen. Sie erhöhten den Druck und erlaubten den Dillingerinnen mehrfach keine Wurfmöglichkeit innerhalb der Angriffszeit von 24 Sekunden. Bedauerlich blieb, dass sie kein Kapital daraus schlagen konnten und Coach Kiersz bat zur Neu-Sortierung. Erfolgreich, die Rebound-Arbeit wurde nochmals verstärkt. Luzie Hegele streute einen ihrer sehenswerten Mitteldistanzwürfe ein und Alicia Stenzel brachte wenig später die Ladies wieder in Führung. Lia Hilgenfeld schnappte sich einen Offense-Rebound und legte nach. Wieder antworteten die Diamonds, aber Noreen Stöckle versetzte ihnen mit dem Viertelschluss per trockenem Dreier zum 51:53 einen schmerzhaften Nadelstich.

 Der saß offensichtlich recht tief, denn die ersten Szenen des planmäßigen Schlussviertels gehörten den Basket Ladies. Mit entschlossenen und sehenswerten Aktionen konnten Lia, Noreen, Salma und Luzie zunächst den Vorsprung halten, aber die Gastgeberinnen kamen zurück und zogen vorbei. Der geneigte Ludwigsburger Zuschauer am Livestream flüsterte Mitte des vierten Viertels nur noch „nicht an Heideberg denken“, denn zu diesem Zeitpunkt war den Ladies das letzte Spiel aus den Händen geglitten. Coach Kiersz unterbrach denn auch, allerdings neigte sich das Spiel auch danach zunächst in Richtung Dillingen Diamonds. Alicia Stenzel mit gutem Auge für Luzie Hegele, die ihren an diesem Tag einzigen, aber umso wichtigeren Dreier einnetze und die Ladies wieder auf einen Punkt heranbrachte. Jetzt war das Spiel endgültig zur Nagelbeißer-Angelegenheit geworden. Wenig später beantwortete die quirlige Salma, die insgesamt mit 8 Punkten, 3 Assists, 3 Steals, 2 Rebounds und einen Block eine komplette Statline vorweisen konnte, den Korb von Dillingens Nr.13, Gina Gross. Rauf und runter lief der Ball und Luzie Hegele ertrotzte sich Freiwürfe, verkürzte mit einem Treffer auf Minus 2. Zwei Sekunden vor Schluss versenkte Topscorerin Noreen Stöckle zum Ausgleich – nichts für schwache Nerven!

Die Overtime eröffnete Josipa Simic, erneut Gina Gross hielt dagegen, Luzies spektakulären Unterhandkorbleger beantworteten wiederum sie und Kira Barra auf Dillinger Seite, ließen aber einen Freiwurfpunkte aus. Noreen Stöckle traf für zwei und stellte damit die 1-Punkt-Führung her. Ab sofort ließ die Defense um Alicia nichts mehr zu. Es blieb Josipa Simic vorbehalten, sechs Sekunden vor Schluss auch die letzten Ludwigsburger Punkte zum 73:70 Sieg einzunetzen. „Ich bin stolz auf das Team“ stimmte Headcoach Cäsar Kiersz in den Jubel ein. „Unser Team macht unter den besonderen Umständen große Anstrengungen und Fortschritte. Die Impulsivität und der positive Ehrgeiz der jungen Spielerinnen können mit noch ein bisschen mehr „Coolness“ zu mehr Effektivität und damit einer noch besseren Punkteausbeute führen. Dass wir schon im dritten Spiel gewinnen konnten, ist eine erste tolle Belohnung für die harte Arbeit. Das war ein unheimlich wertvoller Sieg für uns.“

Für Ludwigsburg spielten: Noreen Stöckle (18 Punkte/3 Dreier, 5 Rebounds, 1 Assist, 1 Steal), Luzie Hegele (14 P, 8 Rb, 1 As, 3 St), Alicia Stenzel (8 P, 9 Rb, 1 Ass, 1 Block), Josipa Simic 8 P, 4 Rb, 3 St), Salma El-Haiwan (8 P, 2 Rb, 3 As, 3 St, 1 Bl), Lisa Bonacker (6 P, 2 Rb, 2 As), Lia Hilgenfeld (6 P, 4 Rb), Christina Diamantaki (2 P, 2 Rb), Sophia Krull (1 P), Lilith Maitra (3 Rb), Hanna Risinger, Chloé Emanga Noupoué

 

Events

Facebook