Montag, 28.03.2005 21:00

Marstalldamen liefern Dorsten großartigen Kampf, scheiden aber dennoch aus. Erfolgreiche Saison jetzt beendet

Endstation PlayOff-Viertelfinale: Marstalldamen verlangen Dorsten in Ludwigsburg alles ab. 58:82 in Dorsten und 61:70 in der Rundsporthalle

Nach der Hinspielniederlage am Samstag in Dorsten, wo man den Beginn des ersten Viertels und die zweite Halbzeit ausgeglichen gestalten konnte, hatten sich die Marstalldamen für das Heimspiel einiges vorgenommen. Vor der Rekordkulisse von 750 Zuschauern zeigten sich die Ludwigsburgerinnen zum Abschluss von ihrer besten Seite. Dorsten ging zwar in Führung und konnte diese ins zweite Viertel hinüberretten, doch die Marstallerinnen verlangten ihnen über die gesamte Spielzeit Höchstleistungen ab. Jeden Punkt mussten sich die Gäste hart erarbeiten und von Überlegenheit war keine Spur. Im Gegenteil: die Gäste bissen sich an der engagierten Ludwigsburger Defensive die Zähne aus, viele Ballgewinne für Ludwigsburg waren die Folge, mit denen sie sich immer wieder im Rennen hielten. Und es sollte noch besser kommen. Die Marstalldamen übernahmen die Führung im zweiten Viertel (25:22 und 31:27), ohne dass Dorsten wirklich gute Antworten parat hatte. Das ganze Team fightete um jeden Ball in Angriff und Abwehr und hatte auch das nötige Wurfglück. Die Damen um Trainer Zechmeister nahmen unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer eine 35:32-Führung mit in die zweite Halbzeit.

Gespannt durfte man sein, welche taktischen Finessen die Dorstener Trainerin noch in der Hinterhand hatte, um den Aufsteigerinnen aus der Barockstadt erfolgreich beizukommen.
Doch Ludwigsburg verteidigte weiterhin mit Mann und Maus und hochkonzentriert, sodass die hochklassige Partie weiter spannend blieb. Viele Ludwigsburger Fouls brachten den Gästen immer wieder Freiwürfe (insgesamt 37), mit denen sie sich über Wasser halten konnten, im freien Spiel schienen sie noch genauso ratlos wie in Halbzeit eins. Das dritte Viertel sah die Dorstenerinnen leicht im Vorteil, auf der Anzeigetafel leuchtete seit langem wieder eine Gästeführung (53:51). Nun musste das letzte Viertel die Entscheidung bringen. Dorsten schien nun entschlossener und zog schnell 59:51 davon. Doch anders als in vielen Ligaspielen zuvor, steckten die Marstalldamen nicht auf und kämpften sich nochmals heran. Auch kurz vor dem Ende schien ein Sieg in greifbarer Nähe, beim 61:63 noch alles offen, doch die Foullast gab letztlich den Ausschlag. Dorsten konnte ungehindert punkten, Ludwigsburg traf die falschen Entscheidungen im Angriff und hatte auch viel Pech bei freien Bällen, die trotz großen Einsatzes letztlich doch in Gästehänden landeten. So gewannen die Favoriten 70:61 und ziehen ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ein, obwohl sich die Ludwigsburger Damen ein drittes und entscheidendes Spiel mehr als verdient gehabt hätten, denn in nahezu allen Kategorien waren sie besser als Dorsten, nur bei den Freiwürfen, da hatte Dorsten 37mal an der Linie gestanden, Ludwigsburg nur 17(!) mal.
Minuten langer Beifall verabschiedete die Marstalldamen und die Trainer Zechmeister, Dippel und Goriss in die wohlverdiente Pause, bevor es im Herbst hoffentlich genauso erfolgreich heißt: ?auf ein Neues?!


MCL: Reka Mihalca (Samstag 0/ Montag 2), Alexandra Müller (10;13/2 Dreier),Tiffany Collins (9/1;9), Stesha Rhodes (13;16), Danka Ilic (6;4), Maren Brech (4;0), Julia Kallenberg (10;5/1), Vicky Krell (2;6), Iuliana Miulescu (2;6), Claudia Michelmann und Nina Zechmeister (2;0).