Sonntag, 05.03.2006 14:15

Trip bei Eis und Schnee hat sich gelohnt: mhplus-Team nimmt beide Punkte aus Marburg mit: 82:75

 

mhplus-Team nutzt die Gunst der Stunde: 82:75-Sieg in Marburg.
Am Samstag haben die mhplus-Damen überraschend, aber nicht unverdient, ihr zweites Auswärtsspiel in Folge in Marburg 82:75 (44:44) gewonnen und auf die Nichtsabstiegsränge weiter Boden gut gemacht. Matchwinnerin war ohne Zweifel Tiffany Collins, die mit einer traumhaften Trefferquote und einem erneuten „Double-Double" (23 Punkte und 12 Rebounds) ihrem Team zu diesem so wichtigen Sieg verhalf.
In der ersten Halbzeit hatten beide Teams ihre Stärken und Schwächen, zwei ebenbürtige Mannschaften trennten nach zehn Minuten drei Zähler zum 18:15-Zwischenstand fürs mhplus-Team. Schon hier deutete sich an, dass Centerspielerin Tiffany Collins, nach der Weihnachtspause noch ausgemustert, am heutigen Tage wichtiger denn je sein würde. Mit einer sensationellen Gesamtwurfquote (Feldwürfe, Dreier und Freiwürfe) von über 72% !!! ebnete sie mit der Unterstützung all ihrer Mitspielerinnen ihrem Team den Weg zum Sieg.
Im zweiten Viertel hatten die Gastgeberinnen ein leichtes Übergewicht, sie setzten vorallem die Centerspielerinnen Crisman, Weber und Maganjic, gut in Szene, was sie nutzten, um zum 44:44-Halbzeitstand auszugleichen.
Nach der Halbzeitpause wollten die mhplus-Damen ihren Weg konsequent fortsetzen, doch die Marburgerinnen fanden besser ins Spiel und kompensierten das Fehlen ihrer Topspielerin Christine Ishaque beachtlich. Zwischenzeitlich schienen den Ludwigsburgerinnen die Felle davonzuschwimmen, denn Marburg zog Mitte des dritten Viertels auf acht Punkte weg.
Selbst einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen brachen aber den Kampfeswillen der Damen um Trainer Gary Williams nicht wesentlich, denn sie begannen eine bemerkenswerte Aufholjagd, die vor dem Schlussviertel den Rückstand schon auf vier Punkte zum 60:64 schmelzen ließ. Bis dahin hatten es die Centerinnen, Tiffany Collins, Raina Goodlow und Vicky Krell schon geschafft, die beiden „Starting-Five"-Centerinnen auf der Gegenseite, nämlich Yvonne Weber und Lori Crisman so gut wie aus dem Spiel zu nehmen, was sie auch im letzten Viertel fortführten. In der Abwehr wurde variabel geackert, was die Gastgeberinnen verunsicherte. Marburg hatte zwar mehr Wurfversuche, doch gegen die wechselnde Defense wurden diese auch immer ungenauer und verfehlten sehr häufig ihr Ziel. Ludwigsburg hingegen legte noch einen Zahn zu, vorallem Agnesa Nagyova nahm dann das Heft in die Hand und verwandelte noch einen wichtigen Dreier, als sich die Marburger Abwehr zu sehr auf Danka Ilic und Julia Kallenberg konzentrierte. Den Schlussabschnitt gewannen die Schwäbinnen 22:11 und damit auch mit 82:75 das Spiel, von dem vorher kaum einer geglaubt hätte, dass es Punkte auf der Habenseite hergeben würde.
Auf der Heimreise wünschten sich alle nur, dass Saarlouis sonntags in Schwabing gewinnen würde, womit es am letzten Hauptrundenspieltag am 12.3.06 um 15.00 Uhr in der Rundsporthalle zu einem echten „Endspiel" kommen könnte, bei dem die Ludwigsburgerinnen mit einem Sieg mit mehr als acht Punkten sogar schon vor der Abstiegsrunde punktgleich mit Schwabing die Abstiegsränge verlassen könnten.

mhplus-Team am Samstag:
Julia Kallenberg (9), Danka Ilic (19/2 Dreier ), Alexandra Müller (6), Michelle Allotey (2), Vicky Krell, Raina Goodlow (8), Agnesa Nagyova (15/1), Tiffany Collins (23/2/12 Rebounds), Iuliana Miulescu, Maren Brech, Mareike Muny und Hannah Eitel.